Über uns

Was macht die Begleitforschung?

Die wissenschaftliche Begleitforschung unterstützt die fünf vom BMBF geförderten „Gesundheitsregionen der Zukunft“ sowie weitere nicht-geförderte Regionen bei der Umsetzung ihrer Vorhaben.

Darüber hinaus werden verallgemeinerbare Erkenntnisse über die Rahmenbedingungen gewonnen, die für die erfolgreiche Entwicklung von Gesundheitsregionen notwendig sind.

Die Begleitforschung ist auf die Bedürfnisse und den Nutzen für die Regionen ausgerichtet und bezieht sie in die Gestaltung der Begleitforschung ein. Sie soll dabei Initiator und „Enabler“ eines Lernprozesses sein, der es den Regionen und Akteuren ermöglicht, im Prozess der Umsetzung ihrer Maßnahmen und Aktivitäten Lernimpulse aufzunehmen, die nicht nur aus der jeweiligen Region selbst entstehen, sondern auch in der Kontrastierung der Entwicklungslinien der „eigenen“ Region mit denen anderer Regionen.

Dies wird durch eine partizipative, adaptive und iterative Vorgehensweise erzielt, die auf die Eigenheiten und Bedürfnisse jeder Region eingeht und diese optimal durch Transferaktionen unterstützt.

Die im Februar 2012 begonnene Begleitforschung hat eine Laufzeit von fünf Jahren, sie wird vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI und vom Lehrstuhl für Gesundheitsmanagement der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) durchgeführt.

Unser Ansatz

Die Begleitforschung ist auf den Nutzen für die Regionen und ihre Akteure ausgerichtet. Deshalb werden die Akteure in die Gestaltung der Begleitforschung einbezogen. Zudem werden die Bedarfe der einzelnen Regionen regelmäßig ermittelt und fließen soweit wie möglich in die Begleitforschung ein.

Unser Vorgehen

Unser methodisches Vorgehen strebt an, den Aufwand für die Regionen möglichst gering zu halten, dabei aber den Erkenntnisgewinn für die Regionen und das Programmumfeld zu maximieren. Ein Mix qualitativer und quantitativer Methoden wird unter der Maxime einer möglichst geringen Belastung der Akteure eingesetzt: u. a. Interviews (z. B. mit Experten, Stakeholdern), ethnographische Ansätze, Experten-Hearings, Workshops, Fokusgruppen, Online-Diskussionen, sekundärstatistische Analysen und Arbeitsprozessanalysen.

Auch das Lernen und die Zusammenarbeit zwischen den Regionen sollen gefördert werden. Dafür richtet das Begleitforschungsteam
regelmäßig Veranstaltungen für die Vertreterinnen und Vertreter der Regionen aus, bei denen auf unterschiedlichen Ebenen (zum Beispiel Projektmanagement, medizinische Versorgung) Lernprozesse initiiert werden können.

Unsere Fragestellungen

Folgende zentrale Fragen werden im Projekt bearbeitet:

1. Welche Leitbilder dienen den Regionen als Grundlage?

2. Welche Organisationsformen unterstützen die erfolgreiche Entwicklung von Gesundheitsregionen?

3. Welche Ergebnisse wurden in den Regionen erzielt und wie lassen sich diese bewerten?

4. Wie können begünstigende Rahmenbedingungen geschaffen werden?

5. Wie können Regionen nachhaltig gefördert werden?

6. Wie können Innovationen gemanagt und in die Versorgungspraxis integriert werden?

Zur ganzheitlichen Erfassung des Geschehens in den Regionen und ihrem Umfeld wird auf drei interagierenden Ebenen angesetzt: der Makro-Ebene des politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Kontextes, der Meso-Ebene des regionalen Umfeldes und der Mikro-Ebene einzelner Organisationen, Individuen, Ereignisse und Praktiken.

Status: Laufend (Feb/2012 – Jan/2017)

Auftraggeber: BMBF

Förderkennzeichen: 01KQ1101A sowie Förderkennzeichen für den Projektpartner Uni Erlangen-Nürnberg: 01KQ1101B

 

Fraunhofer-Institut für
System- und Innovationsforschung ISI
Breslauer Straße 48
76139 Karlsruhe
www.isi.fraunhofer.de